Bild von dem Gesicht einer Frau

Informationen Gewalt gegen Lesben

Gewalt gegen Lesben

Hintergründe

Homosexuelle Lebensweisen sind mit der Diskussion über die offizielle Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und deren Gleichstellung mit der Ehe in der letzten Zeit öffentlich sichtbarer geworden. Im Artikel 13 des Amsterdamer Vertrages wurde erstmals ein Antidiskriminierungsgebot auch aufgrund von Homosexualität festgelegt. Alle unterzeichnenden Staaten verpflichten sich, Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierungen zu installieren.

Dennoch sind Diskriminierungen und Ausgrenzungen der lesbischen Sexualität und Identität weit verbreitet. Sie sind Ausdruck gesellschaftlicher Werte und Normen, die Heterozentrismus als den Normalfall definieren. Diese Festlegung geht einher mit dem Verlust von Privilegien, dem sozialen Ausschluss bis hin zu psychischer und physischer Gewalt für all diejenigen, die von dieser Norm abweichen.

Lesben werden sowohl als Frauen diskriminiert - und sind damit ebenso häufig Opfer aller Formen sexualisierter Gewalt, wie andere Frauen und Mädchen auch - als auch wegen ihrer Homosexualität. Laut EMMA-Bericht 2/2001 kennt jede fünfte lesbische Frau gewalttätige Übergriffe aufgrund ihrer Homosexualität. Lesbische Frauen erleben eine doppelte Diskriminierung und sexualisierte Gewalt bedeutet immer sowohl einen Angriff auf die Identität als Frau als auch als Lesbe.